:: 21/2024

Pressemitteilung 21/2024

Stuttgart,

Südwestindustrie im Dezember 2023: Zuwachs von 9 700 Beschäftigten zum Vorjahresmonat

Jahresbilanz 2023: Nominales Umsatzplus von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr

Mit dem Berichtsmonat Dezember geht für die Südwestindustrie ein wechselvolles Jahr zu Ende. Geprägt wurde das Jahr von sinkenden Preisen, steigenden Zinsen, geopolitischen Spannungen und auch damit einhergehend einem insgesamt schwachen Welthandel. Die Südwestindustrie erlebte unter diesen Rahmenbedingungen eine insgesamt leicht negative Entwicklung. Allerdings verlief die Entwicklung der nominalen Umsätze insgesamt positiv. Bei der Betrachtung der nominalen Umsatzentwicklung ist zu berücksichtigen, dass die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte und die Ausfuhrpreise im Jahr 2023 noch von starken Schwankungen geprägt waren. Auch die konjunkturell nachlaufende Industriebeschäftigung zeigte sich im gesamten Jahr 2023 weiter konstant positiv.

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe1 in Baden-Württemberg im Dezember 2023 rund 1,180 Millionen (Mill.) Personen und somit 9 700 Personen (+0,8 %) mehr als im Dezember des Vorjahres. Damit wuchs die Zahl der beschäftigten Personen in der Südwestindustrie im Vergleich zum Vorjahresmonat seit nunmehr zwei Jahren ununterbrochen. Gegenüber dem Vormonat November 2023 ging die Zahl der Industriebeschäftigten um 3 400 Personen (−0,3 %) zurück. Insgesamt waren im Jahr 2023 durchschnittlich etwa 1,18 Mill. Personen in der Südwestindustrie beschäftigt und damit 16 800 Personen (+1,4 %) mehr als im Vorjahr 2022.

Im Dezember 2023 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen nominalen – also nicht preisbereinigten – Umsatz von 34,4 Milliarden (Mrd.) Euro. Gegenüber dem Dezember des Vorjahres bedeutete dies ein nominales Umsatzminus von 2,5 Mrd. Euro (−6,7 %). Insgesamt erreichten die Industriebetriebe im Jahr 2023 einen nominalen Gesamtumsatz von 426,9 Mrd. Euro und somit einen Zuwachs von 11,9 Mrd. Euro (+2,9 %) im Vergleich zum Vorjahr 2022. Zur nominal positiven Umsatzentwicklung trug im Jahr 2023 das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 9,4 Mrd. Euro (+3,8 %) auf 257,4 Mrd. Euro stärker bei als das Inlandsgeschäft mit einem Plus von 2,5 Mrd. Euro (+1,5 %) auf rund 169,5 Mrd. Euro.

Die Exportquote der Südwestindustrie lag im Jahr 2023 mit 60,3 % über dem Vorjahreswert (59,7 %).

1 Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten.