Stuttgart, 19. März 2010Nr. 90/2010

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8 Prozent Umsatzrückgang im Handwerk 2009

Handwerke für den gewerblichen Bedarf büßen sogar knapp 22 Prozent der Umsätze gegenüber dem Vorjahr ein

Das zulassungspflichtige Handwerk Baden-Württembergs hat nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes das Geschäftsjahr 2009 mit einem Umsatzminus von 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr beendet. Parallel dazu hielt auch der Personalabbau im Handwerk an. Die Zahl der Beschäftigten im zulassungspflichtigen Handwerk verringerte sich im Jahr 2009 um 1,9 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland insgesamt lagen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk 5,0 Prozent unter dem Vorjahr, die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich um 1,5 Prozent.

Nach Ergebnissen der Handwerksberichterstattung des Statistischen Landesamtes zeigte sich die Umsatzentwicklung in Baden-Württemberg im Jahr 2009 bis auf eine Gewerbegruppe negativ und dies in sehr unterschiedlichem Maße. Für das Bauhauptgewerbe (–9,0 Prozent) und die Handwerke für den gewerblichen Bedarf
(–21,9 Prozent) fielen die Umsatzeinbußen überdurchschnittlich hoch aus. Das Ausbaugewerbe verzeichnete Umsatzrückgänge von 5,1 Prozent und die Handwerke für den privaten Bedarf sowie das Lebensmittelgewerbe minus 1,8 bzw. 1,1 Prozent. Das Gesundheitsgewerbe verbuchte eine geringe Umsatzabnahme von 0,2 Prozent. Allein das Kraftfahrzeuggewerbe erzielte im Jahr 2009 ein Umsatzplus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Personal wurde im zulassungspflichtigen Handwerk im Jahr 2009 in fast allen Gewerbegruppen eingespart. Lediglich das Lebensmittelgewerbe weist einen Beschäftigtenzuwachs von 1 Prozent auf. Das Bauhauptgewerbe (–1,2 Prozent), das Ausbaugewerbe (–1,3 Prozent) sowie das Gesundheitsgewerbe (–0,5 Prozent) liegen mit ihrem Beschäftigtenrückgang unter dem Durchschnitt. Die Handwerke für den privaten Bedarf und das Kraftfahrzeuggewerbe weisen Kürzungen von minus 2,0 bzw. 2,3 Prozent auf. Die Handwerke für den gewerblichen Bedarf verzeichneten mit 4,8 Prozent den stärksten Personalabbau.

infopunkt

Hinweis:

Ab dem Berichtsjahr 2008 werden für die vierteljährliche Handwerksberichterstattung ausschließlich Verwaltungsdaten ausgewertet. Dies sind Meldungen zu den sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten zur Sozialversicherung (Quelle: Bundesagentur für Arbeit) sowie Umsatzsteuer-Voranmeldungen der Unternehmen (Quelle: Finanzverwaltung). Die Auswertung beruht methodisch auf einer Totalzählung, bei der die Angaben für alle über das Unternehmensregister identifizierten Handwerksunternehmen ausgewertet werden.

Für jedes Berichtsquartal werden zukünftig die vorläufigen Ergebnisse in unserem Internetangebot veröffentlicht. Die revidierten Ergebnisse werden für ein Berichtsjahr zusammengefasst und in einem Statistischen Bericht ca. acht Monate nach Ende des vierten Berichtsquartals herausgegeben.

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