:: 3/2017

Pressemitteilung 3/2017

Stuttgart,

Südwestindustrie im November 2016: Umsatz um real 2,1 Prozent über Vormonatswert

Nach elf Monaten in 2016: Knappes Umsatzplus von real 0,3 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum

Im November 2016 meldeten die Betriebe der Südwestindustrie Umsatzzuwächse. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes lagen die realen (d.h. preisbereinigten) Umsätze im November 2016 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 2,1 Prozent über denen des Vormonats Oktober. Die Umsätze mit inländischen Kunden legten hierbei um 1,3 Prozent zu, die mit ausländischen Kunden um 2,8 Prozent. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts fielen die Umsatzzuwächse mit Kunden innerhalb der Eurozone (3,5 Prozent) etwas stärker aus als die Zuwächse mit Kunden außerhalb der Eurozone (2,5 Prozent).

Verglichen mit dem Vorjahresmonat legten die Umsätze der Südwestindustrie im November 2016 preis- und arbeitstäglich bereinigt deutlich um 4,8 Prozent zu. Hierbei nahmen die Umsätze mit inländischen Abnehmern um 3,2 Prozent zu, die Umsätze mit ausländischen Abnehmern stiegen um 6,1 Prozent. Bezogen auf Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts kam es mit Kunden innerhalb wie außerhalb der Eurozone zu deutlichen Umsatzzuwächsen, wobei der Zuwachs mit Kunden innerhalb der Eurozone (8,4 Prozent) noch stärker ausfiel als der Zuwachs mit Kunden außerhalb der Eurozone (5,2 Prozent). Insgesamt entwickeln sich die Umsätze der Südwestindustrie weiterhin wenig dynamisch. Während von den Binnenumsätzen keine tiefgreifenderen Impulse ausgehen, setzt sich der Aufwärtstrend der Umsätze mit Kunden innerhalb der Eurozone weiter fort. Auch bei den Umsätzen mit Kunden außerhalb der Eurozone scheint seit Jahresmitte 2016 wieder eine Aufwärtsentwicklung einzusetzen.

Im Zeitraum Januar bis November 2016 lag das preis- und arbeitstäglich bereinigte Umsatzvolumen der Südwestindustrie leicht über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (0,3 Prozent). Die Inlandsumsätze legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent zu, während die Auslandsumsätze leicht zurückgingen (−0,6 Prozent). Bezogen auf die Absatzrichtung standen den Umsatzzuwächsen mit Kunden innerhalb der Eurozone (4,7 Prozent) Umsatzeinbußen mit Kunden außerhalb der Eurozone (−2,6 Prozent) gegenüber. Unter den industriellen Hauptgruppen verzeichneten sowohl die Vorleistungsgüterproduzenten als auch die Konsumgüterproduzenten jeweils eine moderate Umsatzsteigerung (0,8 Prozent bzw. 0,3 Prozent). Die Erlöse der Investitionsgüterproduzenten waren hingegen leicht rückläufig (−0,4 Prozent).

Die Umsatzentwicklung der bedeutenden Branchen im Südwesten verlief im Zeitraum Januar bis November 2016 überwiegend positiv. Den größten Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum meldete die Branche »Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren«. Hier nahmen die Umsätze preis- und arbeitstäglich bereinigt um 2,9 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zu. Größere Umsatzzuwächse verzeichneten zudem die Branchen »Herstellung von Metallerzeugnissen« (2,7 Prozent), »Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen« (2,3 Prozent) sowie »Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln« (2 Prozent). Zu Umsatzeinbußen kam es in den Branchen »Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen« (−0,7 Prozent), »Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus« (−0,8 Prozent), »Herstellung von chemischen Erzeugnissen« (−2,2 Prozent) sowie »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« (−2,5 Prozent).

Schaubild 1: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexwerte
Schaubild 1: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Indexwerte
Schaubild 2: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Veränderungsraten gegenüber Vorjahresmonat
Schaubild 2: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe – Veränderungsraten gegenüber Vorjahresmonat
Tabelle 1
Umsatzindex für das Verarbeitende Gewerbe in Baden-Württemberg im November 2016
Indexstand: 2010 = 100, preisbereinigt
WZ
2008
Ausgewählte WirtschaftszweigeVeränderung in Prozent
November 2016Januar–November 2016
gegenüber
Oktober 2016November 2015Vorjahreszeitraum
Original­werte saison- und arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)Original­werte arbeits­täglich bereinigt1)

1) Nach Berliner Verfahren BV 4.1.

2) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.

Datenquelle: Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden.

 Verarbeitendes Gewerbe2)+8,0+2,1+4,7+4,8+0,3+0,3
 Inland+8,3+1,3+3,1+3,2+1,5+1,5
 Ausland+7,8+2,8+6,1+6,1−0,6−0,6
 Eurozone+11,2+3,5+8,3+8,4+4,7+4,7
 Nicht-Eurozone+6,3+2,5+5,1+5,2−2,6−2,6
 Vorleistungsgüterproduzenten+5,8+1,3+2,9+3,0+0,8+0,8
 Inland+5,3+0,6+1,3+1,4+0,3+0,3
 Ausland+6,4+2,1+5,2+5,3+1,5+1,5
 Eurozone+6,8+4,5+6,3+6,3+0,8+0,8
 Nicht-Eurozone+6,2+0,2+4,5+4,5+2,2+2,2
 Investitionsgüterproduzenten+9,6+2,8+6,0+6,1−0,3−0,4
 Inland+11,7+1,6+4,2+4,2+1,5+1,5
 Ausland+8,6+3,3+7,0+7,0−1,2−1,3
 Eurozone+15,1+4,0+10,7+10,8+6,9+6,9
 Nicht-Eurozone+6,3+3,3+5,7+5,8−3,7−3,7
 Konsumgüterproduzenten+5,2+0,5+1,2+1,3+0,3+0,3
 Inland+5,8+0,8+2,3+2,3+0,6+0,6
 Ausland+4,3+0,1−0,5−0,5−0,2−0,1
 Eurozone+2,5−0,8+1,6+1,5+2,6+2,6
 Nicht-Eurozone+6,3+0,9−2,1−2,2−2,5−2,5
10Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln+1,3+1,9+5,1+5,1+2,0+2,0
17Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus+3,5+0,6+0,5+0,5−0,8−0,8
20Herstellung von chemischen Erzeugnissen+4,5−0,1−1,7−1,7−2,2−2,2
21Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen+9,5+1,8−3,8−3,8+1,2+1,2
22Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren+4,3+1,6+3,7+3,8+2,9+2,9
24Metallerzeugung und -bearbeitung+9,5+1,8+4,1+4,2+0,3+0,3
25Herstellung von Metallerzeugnissen+7,2+1,6+4,1+4,2+2,7+2,7
26Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen+9,2−1,7+1,7+1,7+2,3+2,3
27Herstellung von elektrischen Ausrüstungen+7,3+0,6+3,3+3,3+0,2+0,2
28Maschinenbau+13,3+4,8+4,1+4,1+0,6+0,6
29Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen+5,5+2,2+8,2+8,3−2,5−2,5
33Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen+14,7−3,4−4,3−4,3−0,7−0,7