Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe*) – Hinweise zur Ergebnisdarstellung

Mit dem Berichtsmonat Januar 2013 werden die Indizes der Produktion auf das neue Basisjahr 2010 umgestellt. Damit wird die bislang geltende Basis 2005 = 100 abgelöst. Der Produktionsindex misst die Entwicklung der monatlichen Leistung des Verarbeitenden Gewerbes. Er liegt in der Regel etwa 30 Kalendertage nach Ende des Berichtsmonats vor. Damit zählt der Produktionsindex zu einem der wichtigsten und aktuellsten Indikatoren für die Konjunkturentwicklung.

Die Ergebnisse beruhen auf den Produktionsmeldungen von rund 3 900 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes im Rahmen der »Monatlichen Produktionserhebung«. Erfasst wird die monatliche Produktion von über 5 100 industriellen Erzeugnissen nach Menge und Wert in der Abgrenzung des »Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken, Ausgabe 2009 (GP 2009). Aus den gemeldeten Produktionsdaten werden zunächst Messzahlen der Produktion gebildet (bezogen auf den Monatsdurchschnitt des Basisjahres 2010), wobei die in die Berechnung eingehenden Wertangaben einer Preisbereinigung mit den Indizes der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte unterzogen werden. Die Messzahlen werden dann mit Bruttoproduktionswertanteilen zu vierstelligen Wirtschaftszweigindizes in der Abgrenzung der »Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) verdichtet. Die Zusammenfassung der vierstelligen Wirtschaftszweigindizes zu den höheren Aggregaten der WZ 2008, z. B. nach Wirtschaftsabteilungen (Zweisteller), erfolgt über den jeweiligen Wertschöpfungsanteil eines jeden Wirtschaftszweiges am Gesamtwert des Verarbeitenden Gewerbes. Veröffentlicht wird der preisbereinigte kalendermonatliche Index (Volumenindex); das heißt, kalenderbedingte Einflüsse auf die Zahl der Arbeitstage eines Monats werden in den Indizes nicht ausgeschaltet. Ab dem Berichtsmonat September 2013 konnten für die Preisbereinigung die Erzeugerpreise in der neuesten Fassung des Statistischen Bundesamtes mit neuem Basisjahr 2010 = 100 zugrunde gelegt werden. Dadurch ergeben sich zu den zuvor veröffentlichten Volumenindizes teilweise Änderungen, die im Allgemeinen jedoch unbedeutend sind.

Ab dem Berichtsmonat Januar 2007 wurde die Abschneidegrenze für die kurzfristigen Statistiken im Verarbeitenden Gewerbe heraufgesetzt. Monatlich werden nur noch Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen befragt (davor produzierende Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit im Allgemeinen mindestens 20 tätigen Personen). Neu ist damit, dass der Berichtskreis der »Monatlichen Produktionserhebung« auf den des »Monatsberichts im Verarbeitenden Gewerbe« abgestimmt ist, womit die Ergebnisse der wichtigsten Konjunkturindikatoren konsistenter werden.

*) Einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.