Die Europäische Union kann heute mit Fug und Recht behaupten, dass sie einen Kontinent repräsentiert. Zwischen Atlantik und Schwarzem Meer vereint sie den westlichen und den östlichen Teil Europas, das durch den Kalten Krieg vor 60 Jahren in zwei Lager gespalten worden war.
Nachdem die Europäische Union im Laufe der Jahre erfolgreich von sechs auf 15 Mitglieder angewachsen war, vergrößerte sich die Zahl ihrer Mitglieder im Jahr 2004 auf 25 Staaten. Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakische Republik, Slowenien, die Tschechische Republik, Ungarn und Zypern traten am 1. Mai 2004 der EU bei. Am 1. Januar 2007 erhöhten Bulgarien und Rumänien die Zahl der teilnehmenden Staaten auf 27. Die heutige EU mit ihren 27 Mitgliedstaaten und einer Bevölkerung von 499,7 Millionen Menschen ist sicherer, wohlhabender, stärker und einflussreicher, als es die ursprüngliche Europäische Wirtschaftsgemeinschaft vor fünfzig Jahren mit ihren sechs Mitgliedern und einer Bevölkerung von weniger als 200 Millionen Menschen je war.
Der Europäische Rat hat in den 1993 beschlossenen »Kopenhagener Kriterien« bestimmte Beitrittsbedingungen definiert. Dazu zählen u. a. eine stabile demokratische und rechtsstaatliche Ordnung, die Wahrung der Menschenrechte, der Schutz von Minderheiten und eine funktionierende Marktwirtschaft. Die Aufnahme der Demokratien Mittel-, Ost- und Südeuropas in die EU ist die einzigartige Chance, Frieden und Stabilität in einem freien, ungeteilten Europa zu verwirklichen.
Zur EU gehören: Ceuta und Melilla in Nordafrika, Madeira und die Azoren, die Kanarischen Inseln, Französisch-Guayana in Südamerika, die französischen Inseln Guadeloupe und Martinique in der Karibik sowie Réunion im Indischen Ozean.
Nicht zur EU gehören: Andorra, Färöer, Monaco, San Marino, Vatikanstadt, die Insel Man, die Kanalinseln sowie Gibraltar.
© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2010 | ^